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Echokardiographie 5 Minuten vor dem Start


Übersicht


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[Indikationen zur Echokardiographie]
[Training in der Echokardiographie]


[Kardiale Funktion und PA-Druck]


[Beispiele pathologischer Befunde]


Transthorakale Untersuchung


[Standardmessungen]   [Normwerte]


Anlotungen

Parasternal lange Achse: Auf- setzen des Schallkopfes im 3. Interkostalraum links parasternal. Die Schallkopfmarkierung zeigt zur rechten Patientenschulter. Dargestellt werden der rechte (RV) und linke Ventrikel (LV), die Aortenwurzel (Ao) und der linke Vorhof (LA).

Parasternal kurze Achse (Pa- pillarmuskelebene): Drehung des Schallkopfes aus der vorherigen Anlotung um 90° im Uhrzeigersinn. Dargestellt werden der linke Ventrikel (LV) im Querschnitt auf Höhe der Papillarmuskeln und der rechte Ventrikel (RV).

Parasternal kurze Achse (Mi- tralklappenebene): Beibehal- tung der vorbeschriebenen Position, Schallkopf gering nach rechts unten kippen. Dargestellt werden der linke Ventrikel (LV) im Querschnitt auf Höhe der Mitralklappe und der rechte Ventrikel (RV).

Parasternal kurze Achse (Aor- tenklappenebene): Beibehal- tung der vorbeschriebenen Position, Schallkopf weiter nach unten kippen. Dargestellt werden die Aortenklappe (AV), die Pulmonalklappe (PV), der linke (LA) und der rechte Vorhof (RA), die Trikuspidalklappe (TV), sowie der rechtsventrikuläre Ausfluss- trakt (RVOT).

Apikal Vierkammerblick: Auf- setzen des Schallkopfes im Bereich des Herzspitzenstoßes, etwa im 5. Interkostalraum in der Medioclavicular- bzw. bis zur vorderen Axillarlinie. Die Schall- kopfmarkierung zeigt nach unten, zur linken Patientenseite. Dar- gestellt werden der linke (LV) und rechte Ventrikel (RV), sowie der linke (LA) und rechte Vorhof (RA).

Apikal Zweikammerblick: Dre- hung des Schallkopfes aus der vorherigen Anlotung um ca. 60° entgegen dem Uhrzeigersinn. Dargestellt werden der linke Ventrikel (LV) und der linke Vorhof (LA).

Apikal Dreikammerblick (RAO- Äquivalent): Weiterdrehung des Schallkopfes aus der vorherigen Anlotung um ca. 60° entgegen dem Uhrzeigersinn und leichtes seitliches Kippen. Dargestellt werden der linke Ventrikel (LV), der linke Vorhof (LA) und die Aortenwurzel (Ao).

Apikal Fünfkammerblick: Anlo- tung wie bei Vierkammerblick und dann leichtes Kippen des Schallkopfes nach unten. Die Aortenklappe (AV) kommt zum Vorschein. Das Kippen des Schallkopfes in die Gegenrichtung stellt den Koronarsinus dar.

Subcostal: Schallkopf im sub- xyphoidalen Bereich. Die Schall- kopfmarkierung zeigt in Richtung Kopf des Patienten. Dargestellt wird hauptsächlich die Vena cava inferior (VCI). Mit einer leichten Schallkopfdrehung im Uhrzeiger- sinn können der rechte und linke Ventrikel, sowie der rechte (RA) und linke Vorhof dargestellt werden.

Suprasternal: Schallkopf im suprasternalen Bereich. Die Schallkopfmarkierung zeigt Rich- tung Kopf des Patienten mit einer ca. 45° Drehung nach rechts. Dargestellt werden der Aorten- bogen (*), die Halsarterien (TB, CL, SL) und teilweise auch die Lungenarterien (RPA) und der linke Vorhof (LA).



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Standardmessungen - parasternale Anlotung


(1) Aortenwurzel

(2) Linker Vorhof

(3) Ventrikelseptum

(4) LV-EDD (Enddiastolischer
Diameter)

(5) Hinterwand

(6) LV-ESD (Endsystolischer
Diameter)



Messungen immer senkrecht zur Hauptachse des Gefäßes, der Kammer oder des Vorhofs durchführen. Die Aortenwurzel wird standardmäßig am Anfang, der linke Vorhof am Ende der Systole gemessen. Senkrechte Anlotungen von parasternal sind bei erwachsenen Menschen häufig nicht möglich, zur besseren Orientierung kann die kurze Achse anstatt der parasternalen langen Achse genommen werden. Eine globale Einschätzung des Herzens aus allen Anlotungen ist notwendig, um Überschätzungen bzw. Unterschätzungen der Dimensionen zu vermeiden. Die traditionellen M-Mode-Messungen von parasternal sind aus dem oben genannten Gründen nicht mehr zu empfehlen.



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Normwerte

Durchmesser

Aortenwurzel < 40 mm
Aorta ascendens < 40 mm
Aortenbogen < 30 mm
Aorta descendens < 20 mm
Linker Vorhof < 40 mm
Rechter Vorhof < 35 mm
Rechter Ventrikel < 30 mm
Vena cava inferior < 20 mm
Interventrikuläres Septum 6-10 mm
Linksventrikuläre Hinterwand 6-10 mm
Linker Ventrikel - enddiastolisch 40-55 mm
Linker Ventrikel - endsystolisch variabel


Dopplergeschwindigkeiten

Aortenklappe 1,35 (1,0 - 1,7) m/s
Mitralklappe 0,90 (0,6 - 1,3) m/s
Pulmonalklappe 0,75 (0,6 - 0,9) m/s
Trikuspidalklappe 0,50 (0,3 - 0,7) m/s


Die American Society of Echocardiography hat neue Empfehlungen zur Quantifizierung der Hezkammer herausgegeben. Das Dokument kann von der ASE direkt heruntergeladen werden: Recommendations for Chamber Quantification, 2005.


Klappenprothesen - Normwerte

Geschwindigkeiten sind nicht nur vom Durchmesser der Klappenprothesen und Prothesentyp abhängig, sondern auch vom Grad der Hyperdynamie (Schwangere Frauen, Hypertyroidismus, körperliche Belastung, Anämie), Vorhandensein einer signifikanten Protheseninsuffizienz und das sogenannte "too-small-to-fit" Phänomen, eine zu klein gewählte Klappe für die vorhandene anatomische Architektur.





Maximale Geschwindigkeit (Vmax) in m/s, Peak-Pressure-Gradient (PPG) und Mean-Pressure-Gradient (MPG) in mmHg. Bileaflet = Doppelflügelprothese, Tilting disk = Kippscheibenprothese, Bio-stented = Bioprothese mit Stent, Caged ball = Käfigkugelprothese, AVP = Prothesen in Aortenposition, MVP = Prothesen in Mitralposition.



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